Zu einem sehr interessanten und informativen Ausflug trafen sich am 17.07.2023 bereits am Vormittag 22 Kameraden aus dem Abschnitt Vöcklabruck.

Die Mitglieder unserer KeFO-AV Vöcklabruck -Gruppe (Kameradschaft ehemaliger Feuerwehr-Offiziere Abschnitt Vöcklabruck) besuchten den Standort des RETTUNGSHUBSCHRAUBERS MARTIN 3 an seinem Standort in Scharnstein. Dort erwartete uns bereits ein Kamerad der Feuerwehr Regau – Herr Dr. Thomas Urich, welcher als Notartz an diesem Tag dort Dienst hatte. Neben seinem Beruf als Arzt und Leiter der Notaufnahme im Krankenhaus Vöcklabruck ist er auch immer wieder als Notarzt beim Rettungshubschrauber – Team mit dabei.

Hier Dienst machen zu können erfordert zuerst eine sehr lange Ausbildung! Nicht nur im medizinischen Bereich, sondern um auch so einen Helicopter fliegen zu können. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Martin-Flugrettung seine Dienste im Bereich der Flugrettung an. In den 8 Standorten in Österreich werden jährlich über 4.000 Einsätze abgewickelt. Das Ziel ist es, in Not geratene Menschen zu helfen und schnelle Hilfe aus der Luft auf höchstem Niveau sicherzustellen. Ein rascher Transport ins nächste Krankenhaus hat vielen schon das Leben gerettet und verkürzt den Heilungsprozess.

Wir hörten auch viel interessante Infos über die professionelle Flugrettung und wie die Aufgaben des 3er Teams bestehend aus Pilot, Flugbegleiter und Notartz bei einem Einsatz und bei einer Bergung von verunfallten Personen aufgeteilt sind. Ein zusammengespieltes Team ist notwendig, wo jeder weis, welcher Handgriff notwendig ist. Es ist beeindruckend, dass Innerhalb von 3 Minuten nach einer Alarmierung bereits der Hubschrauber normaler Weise starten kann, wenn es natürlich die Wetterbedingungen zulassen. Der Hubschrauber ist mit allen wichtigen medizinischen Gerätschaften und Medikamenten ausgestattet, aber auch auch die technische Ausstattung für die Bergung von Verletzten muss auch noch Platz finden. Auch der Hinweis von Kamerad Dr. Thomas Urich, dass ein Transport mit dem Rettungshubschrauber sehr schnell auch in finanzieller Hinsicht sehr hoch sein kann, war ein wichtiger Hinweis.

Teilweise können solche Einsätze schneller notwendig werden, als man im Alltag so denkt. Nicht nur bei unerwarteten Vorkommnissen wie vielleicht bei einem Schlaganfall oder Herzinfakt, sondern auch bei Unfällen im Verkehr und auch bei Sport und Freizeitunfällen kann es vorkommen, dass der Einsatz des Rettungshubschraubers notwendig wird. Er empfielt unbedingt zu prüfen, ob solche Einsätze finanziell bei einer privaten Vorsorge durch Versicherungen, Mitgliedschaft bei Autofahrer-Clubs, oder anderen Vereinigungen gedeckt sind. Auch ist zu prüfen, bis zu welcher Höhe hier Kosten übernommen werden. Zu bedenken ist auch, dass Transport oder Bergungskosten nicht automatisch von einer Krankenkasse übernommen.

Wir danken unserem Kameraden Herrn Dr. Thomas Urich sehr herzlich für seine spannenden und informativen Ausführungen und es ist toll, dass sich immer wieder Mitmenschen an Ihren beruflichen dienstfreien Tag für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Nach der Besichtigung des Standortes gab es noch einen Halt für ein Mittagessen in gemütlicher Reise, bevor wir wieder die Heimreise zu unseren Ausgangspunkt Regau angetreten haben.

 

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Mittwoch, 28. Februar 2024

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